Nach Paraguay Einwandern - Auswandern - Seniorenbericht
Liebe Landsleute aus Europa, mein Name ist Hans Altmann.
Am 20.6.2006 checkte ich in Frankfurt am Flugplatz ein! Ich hatte ohne mein Handgepäck mit meiner Reisetasche und dem Koffer 26 Kilo Gepäck auf die Waage gebracht. Mir war etwas bang, dass ich zuzahlen musste, aber die freundliche Dame übrigens eine Paraguayerin von der brasilianischen Fluggesellschaft der Varig legte mein übergewichtiges Gepäck mit einem Lächeln im Gesicht auf das Fließband. Mit zwanzig Minuten Verspätung hob die Boeing 747 von der Rollbahn ab. Der Flug ging durch die Nacht und das erste Ziel war Sao Paulo in Brasilien. Nach einem Aufenthalt von knapp fünf Stunden ging es mit einer anderen Fluggesellschaft der brasilianischen TAM weiter. Über Wälder, Flüsse und Seen ging der Flug weiter. Die Weite des Landes von oben war beeindruckend. Hier wäre noch viel Platz für Menschen aus dem übervölkertem Europa Endlich nach einer Flugzeit von über zwanzig Stunden landete unser Flugzeug auf dem Flugplatz von Asuncion in Paraguay: Auf dem Flug von Sao Paulo verteilte die weibliche Flugbegleiterin Formulare für die Behörden des Landes. Die Fragen wurden in spanischer Sprache gestellt, die ich nicht konnte! Aber ich hatte vom Internet auswandern-paraguay.org. die Übersetzung schon runter geladen, so dass es mir leicht fiel, das Formular aus zu füllen!
Am Flughafen wurde ich schon von Freunden erwartet. Die ersten Schritte außerhalb eines Flughafens auf diesem südamerikanischen Kontinent, waren ein neues Gefühl von Freiheit! Als erstes fiel mir auf, dass es eine Reihe von Autos auf den Straßen gab, die ohne amtliches Kennzeichen herum fuhren. Wie mir meine Freunde sagten, ist es möglich vorübergehend im Bereich der Hauptstadt damit zu fahren bis das amtliche Kennzeichen erteilt wird. Obwohl an den Straßen Schilder standen, die anzeigten, dass eine Geschwindigkeit von nur 50 Km pro Stunde gestattet ist, rasten viele der Autos mit etwa 100 km pro Stunde über die Straßen. Ich hatte den Eindruck, dass Geschwindigkeitskontrollen hier unbekannt sind! Hin und wieder sieht man wie das eine oder andere Auto während der Fahrt richtig durchwippt. Um die Raserei etwas einzudämmen hat der Staat Bodenwellen in den Asphalt eingearbeitet Die Hauptstraßen waren alle asphaltiert, während die Nebenstraßen, an Straßen mit ihrer holprigen Pflasterung an Dorfstraßen aus dem europäischem Mittelalter erinnerten.
Links und rechts dieser Straßen sieht man schmucke Bungalows, Villen und auch Mehrfamilienhäuser, und dazwischen auch ältere Häuser ärmerer Menschen. Was einem männlichen Besucher dieses Landes sofort auffällt, ist, dass er im Durchschnitt mehr schöne junge Frauen sieht als in Deutschland. Die meisten sind dunkelhaarig, denen man den indianischen Einschlag von ihren Vorfahren noch ansieht. Bei einem Spaziergang am nächsten Tag kam ich mit der einheimischen Bevölkerung in näheren Kontakt. Als erstes fiel mir auf, dass ich keine griesgrämigen Gesichter wie in Europa sah. Ob es nun an der Sonne liegt, oder auch an der anderen Lebenseinstellung, die Menschen sind alle hilfsbereit und freundlich. Paraguay hat auch eine der niedrigsten Kriminalitätsrate von ganz Südamerika. Was ich schon nach wenigen Tagen feststellte, ich fühlte mich gesundheitlich wesentlich wohler als Tage vorher im alten Deutschland. Ich denke, dass es auch viel an der Ernährung liegt, denn das Obst ist hier noch vitaminreicher, da die Böden noch nicht chemisch gedüngt werden! Ob man Bananen, Erdbeeren oder andere Früchte und Gemüse isst, alles schmeck noch richtig nach Natur.
Interessant war auch der Markt in der Nähe des Hafens. Die Markthändler sind fast alle noch echte Indianer, die ihre selbst gemachten Produkte anbieten. Ob Lederarbeiten, Tischdecken, Schmuck, Kleidung und Kunstgegenstände, man staunt, was diese Menschen, die von vielen Weißen leider als primitiv angesehen werden, für fantastische Handwerker und Künstler sind!
Es ist auch möglich diese Indianer in ihrem Reservat zu besuchen, um zu sehen, wie diese heute noch leben. Auch ein Besuch zu den größten Wasserfällen der Erde den Iguazu Wasserfällen lohnt sich im Dreiländereck zwischen Brasilien, Paraguay und Argentinien, mit dem zur Zeit noch größtem Wasserkraftwerk der Welt.
Alles in allem habe ich mich entschlossen hier in diesem wunderbaren Land zu bleiben, und mich von der Sonne dabei verwöhnen lassen, wenn es in Winter in Europa stürmt und schneit, oder neblig trübe ist!
Darum rate ich allen, die noch glauben dass das Leben auch schöne Seiten hat, verbringen sie doch einmal ihren Urlaub hier in Paraguay! Gerade die Senioren sollten dieses Land darauf testen, ob sie nicht ihr letztes Drittel Erdenleben hier in Paraguay verbringen wollen.
Ich habe mich dazu entschlossen, denn ich habe dieses Land mit ihren freundlichen Menschen und seiner wunderbaren Natur bereits nach wenigen Tagen lieb gewonnen!
Ihr Hans Altmann (Name wurde aus Anonymitätsgründen geändert)
