Paraguay & der Mate Tee:
Mate stammt ursprünglich von dem Wort "mati". Damit wurden allerdings nicht die Pflanze oder ihre Blätter selber bezeichnet. Mati nannten die Ureinwohner Südamerikas ein kürbisartiges Gefäß. Daraus tranken sie fein zerstampfte Blätter eines immergrünen Baumes, die sie mit heißem Wasser übergossen. Der Behälter gab dem Getränk seinen Namen und so begann der Siegeszug des "Grünen Golds"
Wie beim Terere, wird ein
spezielles Gefäß (in Paraguay Guampa genannt) mit dem Yerba (Kraut)
etwa zur Hälfte gefüllt, das Kraut etwas befeuchtet und festgedrückt
und dann mit heißem Wasser übergossen. Getrunken wird es mit der
Bombilla, einem metallenen Trinkrohr, das am unteren Ende eine
Art Sieb hat, damit man keine Blattstücke mittrinkt.
Im Gegensatz zur - aus Rinderhorn gefertigten - Guampa, in der
Terere zubereitet wird, besteht die Guampa für Mate meist aus
einer Calebasse oder aus Holz , die mit Leder ummantelt oder mit
Verzierungen aus Silber oder sonstigen Metallen versehen ist.
Auch die Bombilla ist oft aus echtem Silber.
Sehr beliebt ist auch der " Cocido ", eine Variante
des Mate, zu der der Yerba zuvor mit Rohrzucker über Holzkohle
geröstet wird.
Schon im 16.Jahrhundert berichtete der spanische Konquistador und Gründer von Buenos Aires, Pedro de Mendoza, von einem Getränk der Inkas gegen Erschöpfung und Hitze. Als im nachfolgenden Jahrhundert die Jesuiten das heutige Paraguay besiedelten, kultivierten sie den Anbau der Mate-Pflanze. Bis zu ihrer Vertreibung im 18. Jahrhundert erarbeiteten sich die Jesuiten ein Monopol in der Produktion und dem Handel mit Mate. Die Verbreitung von Mate hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt schon über das heutige Brasilien, Chile, Paraguay, Peru, Argentinien und Bolivien erstreckt. Ende des 18. Jahrhunderts erreichte Mate auch Portugal. Dort sprachen sich schnell die therapeutischen Eigenschaften der Pflanze herum.
Der französische Botaniker Auguste de Saint Hilaire ordnete die Mate-Pflanze während seiner Reisen durch Brasilien zwischen 1816 und 1822 systematisch ein.
Im Jahre 1885 beschrieb der französische Mediziner Dr. Doublet, dass der Genuss von Mate die körperliche und geistige Aktivität steigere und für ein allgemeines Wohlbefinden sorge.







