San Juan - Sonnenwende in Paraguay

In San Juan Bautista, der Hauptstadt des Departements Misiones und der Heimat des grossen Gitarrenkomponisten Augustín Pío Barrios " Mangoré ", findet jedes Jahr am 24 Juni ein grosses Fest zu Ehren des Namenspatrons der Stadt Johannes des Täufers statt.

Johannes der Täufer, hebräisch Jochanan ben Sacharja ,Prophet und Täufer Jesu,wurde nach der Überlieferung als Sohn des Priesters Zacharias und der Aaronidin Elisabeth in Ain-Karim bei Jerusalem am 24.Juni 1 v.Chr. geboren Er starb ca im Jahre 29 n.Chr.durch Enthauptung.

In früheren Zeiten stand die Verehrung des Heiligen im Vordergrund.Die Verwandten versammelten sich zu Hause um die typischen Speisen wie Chipa so'o, Chipa kabure, Mbeju oder Pastel mandi'o zuzubereiten.Nach der Messe gegen Abend versammelte sich die Gemeinde zu traditionellen Spielen und das Essen das man vorbereitet hatte wurde kostenlos verteilt.Es herrschte eine Atmosphäre der Freude, der Zerstreuung, der Kameradschaft und der Zusammengehörigkeit unter allen Teilnehmern des großen Festes zu Ehren des heiligen Namenpatrons.

Heute sind die religiösen Wurzeln des Festes fast verschwunden.In den letzen Jahren verwandelten sich die Feierlichkeiten mehr und mehr zu einem kommerziellen Ereignis. Dies hängt auch mit dem Verlust mancher Jugendlichen an Werten, Moral und ihrem Desinteresse an der Tradition und den guten Sitten zusammen.

Unter den veranstalteten Spielen wie Sackhüpfen, Pfannensuchen, Feuerballspielen ist sicherlich das "Tatapyi Ari Jehasa" oder das Laufen über glühende Kohlen das Bekannteste. Die Teilnehmer laufen dabei barfuss über eine 5 Meter lange Kohlenstrecke und rufen laut "Viva San Juan".
Auch in anderen Städten und in Asuncion wird diese " Fiesta de San Juan" gefeiert.

Unverkennbar ist die Herkunft der christlichen Gebräuche aus dem germanischen Brauchtum. 24 ist die heilige Zahl der Germanen. Am 2.Königspunkt des Jahres wird die brauchtümliche Sonnenwende in der Nacht zum 24.Juni begangen.Teut, Fathor,der höchste des Götterhimmels symbolisiert den Höchststand der Sonne. Ab der Sommersonnenwende am 21.Juni werden die Tagesbögen der Sonne wieder niedriger. Um ihr Kraft zu verleihen werden noch heute in manchen Gegenden Sonnenwendfeuer abgehalten,die nach alter Sitte mit Holz oder Stein durch Reibung entzündet oder geschlagen werden.Neben Feuerkugeln oder Feuerrädern meistens aus Stroh,werden auch kleine Holzscheiben zum Glühen gebracht und talwärts getrieben. Auch die Sprungtänze der Jugend über das Feuer sind lebendig geblieben.

So schließt sich der Kreis : Johann = OTH-AHN = Herrscher der Außenwelt

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