Wasser ist aber auch eine wirtschaftliche Kraft und eine unerschöpfliche Energiequelle in diesem "Garten der Welt". Paraguay hat seine Lehren aus den begangenen Irrtümern der Vergangenheit gezogen und ist der Entwicklung der Industriestaaten gefolgt. Es hat große Leistungen auch im Umweltschutz vollbracht. Die Schätze der Natur gilt es zu bewahren.Darum ist sorgsames Wirtschaften gerade in den Ökosystemen Paraguay´s wichtig. Monumentales Beispiel ist die schonende Energiegewinnung in den Wasserkraftwerken von Itaipú, Yacyretá und Acaray.
Acuífero
Guaraní: Das
blaue Gold der Guarani
Der Acuifero Guarani
in Südamerika ist ein über 1.200.000 Quadratkilometer ausgebreiteter,
natürlicher unterirdischer Wasserspeicher unter dem Siedlungsgebiet
der Guaranie.Wasser ist der Reichtum der Zukunft. Nur 2,5% der
Weltwasservorkommen sind Süßwasser.47% der Wasserreserven befinden
sich in Südamerika. Eines der drei weltgrößten Reservoire reinen
Trinkwassers befindet sich in nur 900 meter Tiefe unter dem Triangle
frontera von Paraguay,Brasilien, Argentinien bis nach Uruguay.
Dies entspricht einer Fläche von Frankreich, Spanien und Portugal
zusammen. Der Vorrat dieses " Acuífero Guaraní " wird
auf 55000 Kubikkilometer geschätzt.Hinter den Kulissen hat der
politische Kampf um dieses Gold der Zukunft bereits längst begonnen.
Itaipú - "der singende Stein" - ein Gemeinschaftsprojekt von Brasilien und Paraguay und eine Meisterleistung der Ingenieurskunst ist noch immer das größte Wasserkraftwerk der Welt. Es produziert eine derart gewaltige Energiemenge (12,6 Gigawatt),daß sich Paraguay zum weltgrößten Stromexporteur entwickelt hat. Nur 3% der Leistung benötigt das Land selbst.
Das
Wasserkraftwerk Yacyretá - "Tal
des Mondes" - wurde 1998 in Kooperation mit Argentinien in
Betrieb genommen Es erreicht ein Drittel der Leistung Itaipús.
Für die beim Bau von Kraftwerken solchen Ausmaßes zwangsläufig
entstehenden massiven Eingriffe in die Natur,hat jedoch Paraguay
von Beginn an Konzepte dafür entwickelt, Flora und Fauna
wiederherzustellen.
Große Gebiete um die
Stausseen wurden wieder aufgeforstet. Inzwischen sind wieder viele
Tierarten in ihre Heimat zurückgekehrt oder neu zugewandert.
Die Wasserqualität wird ständig untersucht. Ja sogar
Fischfahrstühle wurden eingerichtet, damit die inzwischen
über 50 Fischarten ihre Laichgründe erreichen können.





